Artenreiche Skulpturenwelt.
Figurenreich.
Wer wohnt denn da?
Im Figurenreich von KERAMIKATUREN geraten eindeutige Zuordnungen schon mal durcheinander.
Vogel? Möglich.
Katze? Im weiteren Sinne.
Fantastisches Keramikwesen mit latentem Größenwahn? Schon wahrscheinlicher.

KERAMIKATUREN verbinden Keramik und Metall zu eigenwilligen Skulpturen. Sie bewegen sich irgendwo zwischen Tierwelt, Vorstellungskraft und augenzwinkernder Übertreibung.
Aus Keramik werden hier keine Gebrauchsobjekte, sondern Wesen mit Eigenleben.
Naturalistische Genauigkeit ist nicht das Maß aller Dinge. Charakter schon.
keine Galerie.
Ein Blick ins Figurenreich.
KERAMIKATUREN zeigen sich von ihrer besten Seite. Oder zumindest von einer ihrer Seiten. Vorderseite, Rückseite und Profil haben bei ihnen erfahrungsgemäß nicht immer dieselbe Meinung.
Jede KERAMIKATUR hat ihre eigene Art aufzutreten, besondere Proportionen und eine Vorstellung davon, wie viel Aufmerksamkeit ihr zusteht.
Einige Persönlichkeiten zeigen sich hier. Im Atelier warten noch mehr darauf, entdeckt zu werden.
Der Rest ist Ansichtssache.

Keramik · Glasur · Kupfer · Glas.
Höhe ca. 150 cm.
Unikat.
Privatbesitz.

Keramik · Glasur · Kupfer · Glas.
Höhe ca. 160 cm.
Unikat.
Privatbesitz.

Keramik · Glasur · Kupfer · Glas.
Höhe ca. 150 cm.
Unikat.
Privatbesitz.
INNEN. AUSSEn. HAUPTSACHE RAUM.
Wo eine KERAMIKATUR lebt.
Eine KERAMIKATUR ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden.
Wer sie entdeckt, schaut meist nicht nur einmal hin. Man nähert sich, wechselt die Perspektive und merkt irgendwann, dass aus Interesse mehr wird. Dann klärt sich die nächste Frage fast von selbst: Wo soll sie ihren Platz finden?
Ob drinnen oder draußen: hohe, große Arbeiten brauchen vor allem Raum.
Das kann in einem Foyer, einem großzügigen Büro, einem Wohnraum, zwischen Gräsern oder an einem Teich sein.

Licht, Hintergrund und Umgebung verändern die Wirkung. Im Innenraum zeigt eine KERAMIKATUR andere Seiten als unter freiem Himmel. Genau deshalb lohnt es sich, sie nicht nur frontal zu betrachten.
Der richtige Ort ist der, an dem die Figur Raum bekommt.

Zwei materialien. unterschiedliche Aufgaben.
Keramik gibt Körper. Metall zeichnet Linien.
Keramik schafft Volumen, Oberfläche und Farbe.
Metall schafft Abstand, gibt Halt und zieht Linien.
Ein dünnes Bein hebt einen keramischen Körper an. Ein langer Metallhals schafft Abstand zwischen Kopf und Rumpf. Gebogene Drähte werden zu Federn, Fühlern oder etwas, für das die Zoologie noch keinen Namen vorgesehen hat.
So entsteht Spannung zwischen Gewicht und Leichtigkeit, Fläche und Linie, Körper und Raum.
Keramik und Metall müssen sich miteinander vertragen. Meistens tun sie es.
Gleich gibt ES hier nicht.
Unikate mit eigener Haltung.
Jede KERAMIKATUR ist ein individuelles Werk.
Manche Form bekommt vielleicht Verwandtschaft.
Wiederholt wird sie deshalb noch lange nicht.

Ton lässt sich nicht identisch modellieren. Glasuren entwickeln im Brand ihre eigene Oberfläche.
Metalllinien verändern eine Haltung bereits durch kleine Abweichungen.
Manchmal entstehen Familienähnlichkeiten.
Aber keinesfalls gibt es Zwillinge oder gar Mehrlinge.